Projekte

ADRESSE

Schornbusch
53359 Rheinbach

BMX-Dirtbahn-Park Rheinbach

Eine Gruppe von ca. 25 bis 30 Rheinbacher Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren plant, einen Dirtbahn-Park für BMX-Räder bei der Rheinbacher Stadtverwaltung zu beantragen.

Als Grundstück hierfür war seitens des Bürgermeisters eine Wiese / ein Acker hinter dem Freibad Monte Mare in unmittelbarer Nähe zur Tomburg-Kaserne vorgeschlagen worden, das als Ausgleichsfläche der Stadt zur Verfügung steht.

Das Büro Dr.-Ing. Fischer Consult GmbH hat den Jugendlichen angeboten, sich als Rheinbacher Büro unentgeltlich zur Verfügung zu stellen, um eine Planung zu erstellen, das Antragsverfahren zu begleiten und in der Politik und für die Verwaltung für Fragen zur Verfügung zu stehen. Gleichzeitig wurde die Idee entwickelt, das Projekt an die Erschließungsmaßnahme NORD II, 4. Bauabschnitt zu koppeln, da die dort anfallenden Erdmassen, die kostenpflichtig entsorgt werden müssten so kostenfrei auf dem Gelände der Dirtbiker verbaut werden könnten. In diesem Fall kann auch die Bauleitung durch das Büro unentgeltlich übernommen werden. Dies stellt zugleich sicher, dass die Maßnahme Sachkundig begleitet wird.

Die Planung sieht vor, dass neben unterschiedlichen Rampen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden – Pump-Track, Big-Air, Double, Dirt-Line, Wallride, Table, etc. genannt – ein Starthügel und eine Steilkurve errichtet werden soll, die gleichzeitig als Lärmschutzwall in Richtung Wohnbebauung fungieren soll, wobei die Einrichtung ca. 130 m von der nächsten Wohnbebauung entfernt entsteht und wesentlich weniger Lärm emittiert als beispielsweise das Freibad.

Zur Sicherung der Anlage nach deren Erstellung ist vorgesehen, dass Abenteuer PUR e.V. die Trägerschaft und Versicherung der Anlage übernimmt (Siehe anliegendes Schreiben). Zudem wird mittels Beschilderung auf allen zugänglichen Seiten des Geländes vorgesehen, dass die notwendigen Sicherheitsregeln eingehalten werden. Der Träger wird die Anlage mindestens zweimal Wöchentlich besichtigen. Eine Nutzung in den Abendstunden (Lärmschutz) ist weitgehend ausgeschlossen, da keine Beleuchtung vorgesehen ist.

Die Nutzung als Eingriffsausgleichsfläche ist nicht nur nicht ausgeschlossen sondern sogar erwünscht, da durch Bepflanzung des Walls und der Zwischenbereiche mit Bäumen und Buschwerk sich die Anlage besser in die Umgebung einbettet und subjektiv der Lärmschutz verbessert wird.

Ein späterer Rückbau der Anlage im Falle nachlassenden Interesses der Jugend oder in dem Fall, dass dieser Fahrradsport aus der Mode kommt, ist ebenfalls leicht möglich, da die Anlage leicht mit Bagger oder Raupe eingeebnet werden kann.

Bikepark Dokumentation

Rheinbach ist eine Kleinstadt mit über 28000 Einwohnern. Es gibt drei Gymnasien, eine Realschule, eine Förderschule,  eine Hauptschule, ein Berufskolleg, eine Hochschule sowie mehrere Kindergärten und Grundschulen. Eine Gesamtschule ist in Planung. Für die Jugendlichen gibt es nur begrenzte Freizeitmöglichkeiten: man kann in einem Sportverein Mitglied werden, man kann ins Schwimmbad gehen oder man kann in das kirchliche Jugendzentrum gehen, aber all das muss man bezahlen. Kostenlos sind nur der Freizeitpark und der dazugehörige Skatepark  und mehrere Fußballplätze. Aber der Skatepark ist in der letzten Zeit immer mehr kaputt gegangen und darum Stück für Stück demontiert worden. Für die Rheinbacher  Jugendlichen in Rheinbach ist das nicht genug.

Deshalb haben wir, 6 Jungen zwischen 13-15 Jahren, im Frühling 2010 die Idee gehabt, Rampen für unseren Mountainbikes auf einen Feld am Rand unseres Neubaugebiets zubauen. Aus unserer ersten Idee ist dann ein ganzes Projekt entstanden.

Zufällig haben wir einen Mann kennen gelernt, der uns Hilfe angeboten hat. Er ist der Leiter von Abenteuer-Pur und daher kannte er den Herrn Bürgermeister und ein paar Jugendorganisationen, die Später hilfreich sein könnten.
Zuerst hat er uns alle eingeladen um den Bikepark zu besprechen und Ideen zu sammeln. Zuerst suchten wir nach einem Platz für den Bikepark. Es sollte möglichst wenig von anderen Leuten gestört werden und damit wir auch keine Leute stören. Danach haben wir zusammen Ideen gesammelt wie der Bikepark aussehen könnte.

Nach ungefähr 3 Tagen hatten wir uns 2 Plätze ausgesucht. Der Erste war in der Nähe von einem Industriegebiet und neben einer Autobahnbrücke. Wir hatten diesen Platz ausgesucht, weil um das Gelände nur Felder und Bäume und einige Gewerbebetriebe waren. Der 2. Platz war bei uns im Neubaugebiet, wo wir angefangen hatten Rampen zu bauen.

Fast Jeder hat eine Zeichnung oder ein Bild mitgebracht, wie der Park aussehen könnte. Wir suchten die 3 besten Möglichgeiten aus, die wir später dem Bürgermeister vorstellen würden.

Beim ersten Termin beim Bürgermeister, Stellten wir uns alle vor und zeigten ihm ein Video darüber was wir machen und was wir vorhaben. Dann haben wir ihn unsere Plätze vorgeschlagen und die Zeichnungen erklärt. Herr Raetz reagierte positiv und meinte, er würde sich bemühen, uns einen Platz zu finden. Auch wenn es nicht die Plätze waren, die wir vorgeschlagen hatten. Dabei haben wir zwei Sponsoren bekommen. (RWE und Kreissparkasse) Wir haben auch bei der Besprechung mit Herrn Raetz klar gemacht, dass der Park die Stadt Rheinbach nichts kosten wird. Von der Stadt bräuchten wir nur den Platz und den Erlaubnis da drauf zubauen. Wir sollten aber für den nächsten Termin einen kosten an Vorschlag und einen genaueren Plan davon was wir bauen wollen und wie wir es bauen werden. Aber leider was uns noch verhinderte war die Frage, wer dafür haftet und die Stadt wurde nicht haften, also mussten wir einen Weg finden es zu versichern.

Vor dem zweiten Termin haben wir uns ein paarmal mit Georg getroffen. Wir hatten bis dahin schon festgestellt, das den Vater von Lukas einem Bagger hat und er wäre bereit, uns zu helfen und wir hatten auch ein Kosten-Vorschlag (Für Erde und Holz) die wir gebrauchen könnten.

Beim zweiten Treffen mit dem Her Raetz haben wir uns in einemgroßen Raum unter dem Kindergarten getroffen. Dieses Mal sind nicht nur 6-7 von uns gekommen sondern 21. Zuerst trafen wir uns vor dem Kindergarten und ein Photograph von Bonn Rhein Sieg kam und machte ein paar Fotos. Danach kam Herr Raetz und sagte, er hat sich um die Plätze gekümmert, aber leider waren die Plätze entweder Gebiete, wo sie bauen wollten oder wo nicht gebaut werden darf, aber er hat uns einen andern Platz vorgeschlagen, es war viel größer aber etwas weiter weg als die Anderen. Wir waren aber damit zufrieden und er sagte er wurde sich viel Mühe geben, dass wir diesen Platz bekommen. Danach wurden von Bonn Rheinsieg Radio interviewt. Sie hat gefragt wie lange wir schon Radfahren, und was wir noch brauchen.
Ein paar Wochen später bestätigte Herr Raetz, dass der Platz uns gesichert ist. Das einzige das uns daran hinderte, dass wir mit Bauen anfangen könnten, war die Versicherung.

Diese Dokumentation wurde erarbeitet von Markus Unruh